Falls euch mal wieder alles zu schnell geht…

…dann besorgt euch den Zeitentschleunigerhelm mit der persönlich einstellbarer Zeitlupe.

Das Konzept für den Helm wurde mit vvvv umgesetzt, eine für den nicht kommerziellen Gebrauch kostenlose Software für Grafik- und Videoechtzeitbearbeitung, mit der ich grade experimentiere.

Dazu fehlt dann noch ein Kopfhörer, mit dem man nur noch die Sachen hört, die sich interessant und positiv anhören und die langweiligen Sachen in Highspeed vorgespult werden. Echtes Leben – so schön gefiltert wie das Internet 🙂

Das Game zum Wochenende

Sun Hop ist ein auf den ersten Blick einfaches Jump’n’rotate-Game, das man komplett mit der Leertaste bedienen kann. Ziel ist es, auf die Sonne zu springen. Später dann auf mehrere Sonnen.

Jeder Level muss fehlerfrei abgeschlossen werden, sonst beginnt er von vorne. Das mit dem fehlerfrei gelingt zu Begin auch noch, wird aber zunehmend die Hürde. Der gezupfte Gitarrensoundtrack helfen euch aber dabei und das will ich durchsterben »

29C3 – Not my department

Auch in diesem Jahr findet vom 27.12.-30.12.12 der Congress des Chaos Computer Clubs statt. Nach 15 Jahren wieder zurück im Hamburg steht der Congress unter dem Motto „Not my department“.

Das Motto geht auf ein Zitat zurück (s.u.), welches Wernher von Braun „zugeschrieben“ wird:“Once the rockets are up, who cares where they come down? That’s not my department.“

Es geht also in vielen  Vorträgen um die Verantwortung der Menschen für die Folgen ihrer technischen Machwerke. Das Programm für die 4 Tage könnt ihr hier einsehen:
Fahrplan 29C3 »

Und hier könnt ihr (fast) alle Vorträge live sehen und hören:
Livestream via fem.net »

Und zum Einstimmen noch der schöne Song Wernher von Braun gesungen von Tom Lehrer, welchem das Motto des 29C3 entnommen ist:

Baut die unterirdische Flughafen-Oper

Sicherlich habt ihr in den letzten Tagen mitbekommen, das der Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen der Nachbarstadt Gütersloh die Freundschaft gekündigt hat.

Angeblich geht es bei dem Streit um die Pensionsansprüche des Gütersloher Kulturdezernenten Andreas Kimpel, der nach Bielefeld zurück kommen sollte, um dort die Geschäftsführung der WEGE und später auch der Bielefeld Marketing GmbH zu übernehmen.

Die WAHREN Hintergründe dazu sind jedoch bisher nicht öffentlich. Die Fakten-Website esgibtsie.de gab sich damit nicht zufrieden und hier ist das Ergebnis:

Bielefeld wird seit Anfang der 90’er Jahre von der BIELEFELDVERSCHWÖRUNG geplagt und gedemütigt. Um der ganzen Welt zu zeigen, dass Bielefeld das oberste OBERZENTRUM von allen ist und dass es Bielefeld wirklich gibt, soll hier das gigantischste Bauvorhaben aller Zeiten verwirklicht werden:

Die unterirdische Flughafen-Oper!

Ein Flughafen unter der Stadt, unterirdische Start- und Landebahnen und auf allen Gates werden ständig parallel Opern aufgeführt. Das wäre weltweit einmalig und KEINER könnte mehr leugnen, dass es Bielefeld gibt.

Sogar 3 neue Bielefelder Fluglinien sind schon geplant und die Maschinen werden an geheimen Orten gebaut:

Damit würde Bielefeld andere Projekte wie den Flughafen Berlin, die Elbphilharmonie in Hamburg oder Stuttgart 21 als billige Taschengeld-Investitionen erscheinen lassen. Das Projekt ist mit 1000 Milliarden Baukosten geplant und diese Kosten könnten sich während der Bauzeit locker verfünffachen. Der geplante Öffnungstermin am 2.2.2020 sollte sich bis zum 3.3.3030 ständig verschieben lassen und damit über 1000 Jahre ständige Präsenz in den Medien garantieren.

Die Koordination des gigantischen Wirtschafts- und Marketingprojekts sollte ursprünglich in einer Hand liegen, die selbst einen Wowereit zu einer blassen Figur schrumpfen lassen sollte: Andreas Kimpel.

Nun haben die Gütersloher Wind davon bekommen, was da in Bielefeld geplant wird und haben aus purem Neid mit ihrer miesen Personalpolitik den Kimpel in Gütersloh mit Rentenzahlung festgehalten, um das Projekt zu verhindern.

Esgibtsie.de fordert jedoch:
Baut die unterirdische Flughafen-Oper! Nur das größte Millardenprojekt aller Zeit kann Bielefelds Ruf retten! Holt einen erfahrenen Mann mit dem Sinn für großes nach Bielefeld: Bielefeld braucht den echten Kimble alias Kim Dotcom!

Happy Birthday

„Happy Birthday to you“, wie oft habt ihr es schon gesungen?

Dass dieses Lied urheberrechtlich noch mindestens bis 2016, vermutlich bis 2030 geschützt ist – und dass für das Singen in der Öffentlichkeit (Schule, Kindergarten, Restaurant, Kneipe etc.) Nutzungsgebühren anfallen, wer von euch wußte das?

Die Rechte für das Lied liegen bei Warner, eine Aufführung müßte korrekterweise wohl im Vorfeld an die GEMA gemeldet werden, ansonsten fallen zusätzliche Strafgebühren an.

Die genaue Rechtslage ist hier in einem launig-langen Text von Prof. Dr. Thomas Hoeren (Münster) zusammengefasst.

Einfach mal beim nächsten Geburtstag dran denken, was man da singt und ob man kostenfrei singen darf. Im Zweifel vorher bei der GEMA anrufen und nachfragen 🙂

Ich finde das ein sehr schönes Beispiel aus dem Alltag, bei dem vermutlich permanent von jedem von euch das Urheberrecht verletzt wird, ohne das ihr es merkt. Bitte beim nächsten Mal als Dieb fühlen.

P.S.:
Die Musik zu „Viel Glück und viel Segen“ stammt übrigens von Werner Gneist († 1980), das dürfte dann auch noch eine Weile ein geschütztes Werk sein.

TOTAL RIKORN

Habt ihr davon schon was gehört? Nicht? Das ist der neue heisse Shice:

RICOLA+KORN = TOTAL RIKORN
Der neue Kultdrink aus den exklusiven Szenebars der angesagtesten Metropolen der Welt kommt nach 5 Minuten nun endlich auch nach Deutschland!

Think global – drink local!
Ein in Steinhäger-Korn aufgelöstes Ricola-Bonbon pro 2cl-Glas eroberten via Social-Networks die heimischen Clubs mit Lichtgeschwindigkeit.

Der süße Spaß der weltweiten Digital-Natives begeistert auf Anhieb: Nach wie vielen Gläsern erinnerst du dich an deine Vergangenheit?
Warst du ein Geheimagent? Hattest du die tollsten Frauen? Warst du früher ein Schweizer Einwanderungsbehörden-Beamter?

Du kannst dich nicht erinnern? Dann bestelle sofort noch einen TOTAL RIKORN!


CDU Parteitagsselbstwahrnehmung

Auf Twitter zerreißen sich die Leute das Maul bis zum geht nicht mehr über die CDU-Parteitagsentscheidung gegen die steuerliche Gleichstellung von homosexuellen Ehen.

Das bekommt nur nicht jeder mit, da die CDU anscheinend den Hashtag #cdupt12 bei Twitter gekauft hat und damit angeblich die Standard-Anzeige für diesen Hashtag moderieren kann.

Offensichtlich bekommen auch diese beiden Youtube-CDU-TV-SprecherInnen auch nur die moderierte Timeline zu sehen und freuen sich über die mehrheitlich positive Resonanz über Angela Merkels Wiederwahl:

Ich frag mich ja, ob die durch solche Videos versuchen ihre kognitiven Dissonanzen aufzulösen, oder ob die „CDU-TV-ModeratorInnen“ nicht wissen, das sie halt nur den von ihrer Partei kuratierten Ausschnitt sehen und sich wirklich über die positiven Tweets freuen.

Sei es drum, die CDU liegt in den Umfragen derzeit bei 38%, was schert es die also, was auf Twitter los ist. Es sei aber auch angemerkt, das dieses Video bisher 97 Aufrufe hat. So richtiger SOCIALMEDIAIMPACT sieht anders aus.

Ich find das ein schönes Beispiel dafür, wie Organisationen „im Internet“ die Wahrheit zurechtbiegen und das ihr hier ebenfalls nix glauben könnt. Das „Internet“ das ihr seht, ist für euch vorgefiltert. Ihr seht das, was ihr sehen sollt und wer am meisten zahlt, lässt euch am meisten sehen.

Schritt halten

Ein Jobcenter in Brandenburg verteilt Schrittzähler an HartzIV-Empfänger, um „Lust“ auf Bewegung zu machen. Ob die Bezüge gekürzt werden, falls sie sich nicht genug bewegt haben sollten, ist nicht bekannt. Gedroht habe man damit wohl nicht.

Drohen müssen die aber auch gar nicht.

Wenn man an deren Raucherentwöhnungskursen nicht teilnimmt, streichen sie wohl schon mal 10% von den Bezügen.

Immer wenn ich sowas lese, bestärkt mich das in meiner Überzeugung, dass wir schnellstens ein bedingungsloses Grundeinkommen brauchen und die Erfinder von solchen Maßnahmen wie oben juristisch so hart wie es geht rannehmen müssen.

[via fefe]