Hach, es gibt so Tage, da hab ich das Internet so richtig lieb. Da könnt ich mir glatt nen Facebook Account zulegen oder mich bei wasweissichVZ anmelden, alles über mich erzählen und mich den ganzen Tag über neue Freunde, Directmessages und dieses rumgepoke/gruschelei freuen.
Mir wär dann egal, das Schäuble & Friends sich auch für meine Ansichten interessieren oder mir alle möglichen Firmen mit personalierter Werbung ihre Produkte unterjubeln wollen. Ich würd mir diesen schönen Song hier anhören und einfach versuchen, wenigstens bei myspace Freund von Hannah Rei und Sophie Madeleine zu werden…
DAS INTERNET IST ABER NICHT LIEB.
Den Song höre ich mir jetzt trotzdem noch mal an, hach…
Heute gab es für ein paar Stunden die Schweinegrippe in Bielefeld. Zumindest bei bild.de, spiegel.de nw-news.de und diesen ganzen “Nachrichten”-Portalen. Zum frühen Abend dann das Dementi. Na und welche Sau wird dann durchs (Internet-)Dorf getrieben? Die “Hahahabielefeldgibtsdochgarnicht”-Spaßvögelsau »
Dank dieser behämmerten und pandemischen Twittermentalität wird inzwischen jeder Verdacht und jeder Pups zu ner Meldung aufgeblasen und das nicht nur bei Twitter sondern auf allen Internetkanälen. Hauptsache man meldet alles schnell und am besten als Erster. Auf diese Art von beschleunigtem Journalismus kann man echt verzichten. Manchmal wünsch ich mir die Verzögerung von einem Tag zurück, was Pressemeldungen angeht. Dann können immerhin mal die paar Stunden vergehen, in denen man den Job des Journalisten erledigen kann: Das Prüfen von Fakten.
Mein Lieblingssuffix auf Schweine ist immer noch: System.
Heute mach ich einfach mal ein bißchen Promotion für andere Blogs.
No1: Der Blog von Lea.
Also ich mag den Header, ich mag die Fotos und die Texte und Lea ist sowieso my top favorite niece! Besucht ihren Blog, schreibt ihr einen netten Kommentar und fette Grüße nach WA/Perth!
Die zweite Blogempfehlung für heute ist für den Blog von Schwester L., die grade in Südamerika rumcruiset: Lena entdeckt die Welt.
Als in Lloret de mar die Nachricht durchsickert, das sogenannte Bad Banks gegründet werden sollen, um die Verluste aus “faulen Krediten” auf die Allgemeinheit umzulegen und damit zu ihren Schulden zu machen, reagieren die hier gezeigten Jugendlichen auf die einzig richtige Art und Weise -> Sie schmeissen den Kram vom Balkon:
Man möchte es ihnen fast nachtun: Das letzte Geld versaufen und den ganzen Mist vom Balkon werfen. Packt die faulen Kredite in Plastiktüten und lasst sie platzen! Die Jugend macht es vor.
[Das Video wurde - laut Youtube Eintrag - freundlicherweise von Gästen des Hamburger Unternehmens Rainbow-Tours zur Verfügung gestellt]
Beide sind für einen starken Markt, weniger Steuern, mehr Verantwortung des Einzelnen, beide wollen den “change”…
Wenn Barack Obama spricht, kommen Millionen freiwillig und feiern die größte Pop-Ikone des neuen Jahrhunderts. Wenn der Guido sagt: “Ich werde in diesem Wahljahr auch in ihrer Nähe sein…” klingt es nach einer ernstzunehmenden Drohung. Was von dem Einen wie Verheissung vernommen wird, klingt von dem Anderen wie ne volle Bettpfanne ins Gesicht. Im Sturmregen. Irgendwo in Berlin. Trotzdem sinds beide FDP´ler.
Barack Obama ist der kernige, authentische, vertrauenswürdige Liberale, der Guido Westerwelle gerne wäre und nie sein wird. Aber die Wahlkampfmethoden, die wird er kopieren. Also freut euch auf schlimmen Email-Polit-Spam, Twitter- und Bloggerei, da wirds bald ordentlich was zu lachen geben! Aber schaut selbst.
Hier der Eine:
Und hier der Andere, der mit der Bettpfanne im Regen (immerhin 10.000 views):
Männercholie ist ein hiermit neu eingeführter Begriff in die deutsche Sprache. Die Schöpfung des Begriffes geht auf einen Verhörer während eines Telefongesprächs zurück. Der Begriff ist überfällig, schön und soll definiert werden:
Männercholie, die
Spontan auftretender Gemütszustand, der sich zwischen Zuneigung, Traurigkeit und unterdrückter Wut auf die Welt bewegt. Der Gemütszustand klingt nach wenigen Stunden ab, häufig im Zusammenhang mit Alkoholkonsum (exponentielles Vergessen des Auslösers).
Ausgelöst wird der Zustand durch Verlust und Scheitern in Situationen, in denen der Verlust oder das Scheitern jedoch nicht als vollständig irreversibel betrachtet wird, z.B.:
Verlorene Fußballspiele (selbst verloren oder Armina)
Verschrotten eines langjährig gefahrenen Autos/Motorrades/Jeans
Den ganzen Tag an etwas basteln, das am Abend immer noch nicht funktioniert
Kennenlernen einer umwerfend schöner Frau, die Star Wars “lächerlich” findet
Dem alten Kumpel, der mit genau dieser Frau nach Hause geht
Hören von Musik, die man selber gerne geschrieben hätte
10 mal hintereinander bei Mario Kart verlieren
(Ergänzungen via Kommentar erwünscht!)
Bei Google war der Begriff Männercholie bis grade eben nicht zu finden, daher erhebt esgibtsie.de den Schöpfungsanspruch
Haben sie sich auch hier und da gefragt, woher sie den hessischen Spitzenkandidaten kennen oder ob sie den nicht schon irgendwo mal gesehen haben? Ja? Genau! Richtig geraten. Der war mal Showpraktikant bei Stefan Raab!
“Anybody know, that the people have the power…they put the politicians in power…”
“The people do it!”
“The people are the government.”
“We can get peace now if we want it now.”
“…the people shake the fist at the government, but we are the government.”
Lauter richtige Sätze, über die man nachdenken sollte, grade in unseren Tagen. Sie stammen nicht, wie man vielleicht meinen könnte von Mr. Barack Obama, sondern von: John Lennon »
Mag sein, das der Eine oder die Andere dieses Filmchen hier schon kennt, ich habe es gestern das Erste mal gesehen. Matt Harding geisterte schon vor einigen Jahren durchs Internet, meist per Email verbreitet und wurde einer der ersten Internet-Stars.
Seine einfache Idee: Er hat sich schlecht tanzend vor allen möglichen Sehenswürdigkeiten dieser Welt gefilmt.
Nun hat er seine Bekanntheit genutzt und mit Leuten aus aller Welt getanzt. Gemeinsam mit seiner Freundin hat er zehntausende Emails an Fans geschrieben und Treffen zu bestimmten Terminen an bestimmten Orten organisiert. Herausgekommen ist dieser Film. Ich finde das eine sehr charmante Idee und so gefällt mir Globalisierung. Aber schaut selbst:
Da predigen SIE Jahrhunderte lang gegen die Gier als Todsünde und können es selbst nicht lassen. Kirche? Auch verbieten! Hier der Artikel aus der Welt und hier ein Video von Extra 3.
Zitate: “Nun wissen wir darum, das Menschen Fehler machen, wir nennen das Sünde (…) und wir gehören zu den Wenigen, die dazu stehen.”
“Man sollte austreten!”
“Schlimm!”
“Die betteln und betteln bei uns, sach ich jetzt mal und dann verzocken sie das da…”
Diese Uhr habe ich gestern nach ewiger Zeit wieder gefunden.
Ein feines Stück China! Der große Vorsitzende grüsst im Sekundentakt. Kann ich mir stundenlang ansehen. Der MAO hat aber auch viele wichtige Dinge gesagt, an die sich man sich erinnern sollte. Ein wichtiger Satz war z.B.:
“Wer einen Tiger weckt, sollte einen langen Stock benutzen.”
Einfach mal dran denken, wenn man im Moment die Nachrichten liest|hört|sieht.
…aber grade auf dem Weg nach Hause und sehe diese aktuelle Bildzeitungswerbung:
Verstehe ich das richtig, das die Bild-Marketing-Hanselpansel mir damit sagen wollen, das Adam und Eva und damit in Folge wir alle von der Frucht der Erkenntnis nicht gegessen hätten, wenn es bereits im Paradies die Bild-Zeitung gegeben hätte? Schlussfolgere ich demnach anschliessend richtig, dass die Botschaft des Plakates heißt: Die Bildzeitung will informieren, dabei jedoch keinesfalls jegliche Erkenntnis hervorrufen?
Äh und eine letzte Frage zu dieser Kampagne noch: Was wäre denn passiert, wenn es euch schon 1933 gegeben hätte, nur mal so?
Es gab Zeiten, da musste man nicht alle 3 Jahre einen neuen High-End Rechner käuflich erwerben, um gelegentlich mal einen Brief zu schreiben. Das ging mit einem Füller ebenso und falls es mal etwas förmlicher werden sollte, gab es immer noch die Schreibmaschine. Schlicht. Mechanisch. Vor allem: Cooler Sound!
Der Sound der Schreibmaschine wird heute noch gerne in Power-Point als Geräusch eingesetzt, wenn jemand herausgefunden hat, wie man die Animation so einstellt, das jeder Buchstabe einzeln in das Präsentations-Monster hineinfliegt. Hiermit gebe ich euch allen die Erlaubnis, denjenigen Gewalt anzutun. Und dann den Rechner wegzunehmen und eine Schreibmaschine hinzustellen, eine gabriele 100. Dann können sie den Sound den ganzen Tag hören und die Buchstaben fliegen da auch schön einzeln.
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