
Da ich ja liberale Ideen und freie Märkte zu 100% unterstütze, ist mir gestern der Gedanke gekommen, dass man auch das private Gesundheitswesen konsequent privat halten sollte.
Esgibtsie.de fordert daher:
Privatversicherte sollen in Zukunft nur noch in eigenen Privatkrankenhäusern und von Privatärzten behandelt werden.
Kassenpatienten bekommen ihre eigenen Krankenhäuser und Ärzte, in denen Privatversicherte nicht behandelt werden dürfen. Wir würden uns nie wieder aufregen müssen, das ein Privatversicherter einen Arzttermin sofort bekommt und beim gleichen Arzt ein Kassenpatient 8 Wochen auf einen Termin warten muss.
Ein Privatversicherten-Krankenhaus würde es dann vermutlich in Bielefeld nicht geben, dafür gäbe es hier nicht genug Privatversicherte. Die müssten dann z.B. nach Hannover oder ins Ruhrgebiet fahren.
Die Kassen-Krankenhäuser dürften nicht in privater Hand sein und müssten auch keine Traumrenditen abwerfen, die Privatkliniken hingegen müssten in privater Hand sein und mindestens die derzeitigen Gewinn abwerfen. Das würde die Beiträge für Privatversicherte auf ein angemessenes Maß erhöhen. Ob die Privatpatienten sich dann ein so umfassendes, lokales und bezahlbares Gesundheitssystem ohne die Kassenpatienten überhaupt leisten könnten?
Mal schauen, wie lange es dauern würde, bis die Privatpatienten in die gesetzliche Krankenkasse flüchten würden – und sorry, da würde ich die dann nicht mehr rein lassen. Teil euch eure Gewinne – und eure Kosten.
„Macht das mal unter euch privat aus!“
P.S.:
Einen sehr lesenswerten Artikel zu dem Thema gibt es von Jens Berger auf Telepolis »
Und wer auch vor schwerstem Verschwörungsstoff nicht zurückschreckt, kann sich diese Frontal21 Reportage von 2008 ja einmal anschauen. Ein spannendes Zitat daraus, von einem Korruptions-Spezialisten der Polizei: „Die Pharmaindustrie kann in Deutschland eigentlich machen, was sie will.“
Hoffmann-LaRoche konnte im 1.Halbjahr 2009 im Pharmasektor seinen Gewinn um 11% steigern. Noch Fragen?
@Christian
Öh klar, ich hab immer Fragen! Um wieviel Prozent ist der Gewinn von Glaxosmithkline dank Pandemrix gestiegen?
@Uwe
Der Gewinn von GlaxoSmithKline ist dank Pandemrix ebenfalls um 11% gestiegen, auf 1,44 Milliarden Britische Pfund. Ist doch schön, wenn jemand mit falschen Informationen solche Gewinne erzielen kann und die Politik mitspielt. Die Gefahr der Ansteckung bei Menschen im Alter 60+ war übrigens gering, da die Schweinegrippe in den frühen 70igern schon mal in Europa grassierte. Eine erneute Ansteckung ist beinahe ausgeschlossen, wenn man schon einmal erkrankte – damals erkrankten bis zu 70% der Bevölkerung.
Herr Vorsitzender, keine weiteren Fragen.
Zum Frontal21-Beitrag passt noch dieses kleine Video mit einem entlarvenden Video, das Martin Sonneborn für die heute-Show mit Ex-Pro-Generika-Chef Peter Schmidt führt http://www.youtube.com/watch?v=4yRTsRLNYH0 Schmidt wurde inzwischen entlassen: http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/unternehmen/article/607041/pro-generika-chef-schmidt-stuerzt-zitate-handelsblatt.html
@Heersky
das Sonneborn Interview hab ich zufällig in der heute-Show gesehen, hab Tränen gelacht. Das ist ganz große Fensehunterhaltung!