Was haben die aufgeweckten Jungs & Mädels an der Wall Street und deren Pendants anderswo damals alle gelacht, gejuchzt, vor Freude in die Hände geklatscht, mit Spott und Häme nicht gespart – als der Sozialismus zusammenbrach. Sie haben den Beweis ihrer eigenen Überlegenheit gefeiert, als gäbe es kein Morgen – diese durchgeknallten Freddy´s und Fanny´s dieser Welt.
Nun könnte man heuer dazu neigen, selber zu lachen – mal dem Guido Westerwelle lächelnd ein: „Geh doch rüber, zu den Amis!“ an den Kopf dröhnen, sowas. Keine 20 Jahre länger haben die Turbokapitalisten durchgehalten – und das ohne Gegner.
Doch Freude ist nicht angebracht. Wenn der Kapitalismus strauchelt, dann kommt Kapitalismus 2.0 und das meint: Diktatur. Da heisst es dann auch, das in der Community alle mitmachen, nur nicht freiwillig. Und jede Menge tolle neue Buzzwords gibt es dann, wie social repression engine, new governmental violence platform und voluntary restriction of freedom…
Zur moralischen Erbauung empfehle ich diesen Film (Part I & II).
Gestern abend hörte ich in den Nachrichten, daß Großbritanien (Manchesterkapitalismus) plant die Banken zu (teil)verstaatlichen. Heute morgen fordern amerikanische Börsianer die Verstaatlichung der amerikanischen Banken. Ist das der Sieg der bolschewistischen Weltverschwörung? „Den Sozialismus in seinem Lauf
hält weder Ochs´ noch Esel auf.“
Tja und heute war schon wieder: „Gier ist Geil“.
Die Aktienkurse steigen sensationell, die Krise war dann doch nicht so schlimm und es wird nicht lange dauern, bis die Bagage krakelt, das sich der Staat schön raushalten soll…eigentlich sagt man ja Danke, wenn jemand anders den Deckel zahlt. Wo bleibt das Danke der Bänker an „den Steuerzahler“?