
Über Europa und die EU rummaulen kann jeder, tut auch fast jeder. In Finnland haben die „wahren Finnen“ damit grade erstaunliche Wahlergebnisse eingefahren.
Nun, gegen Kritik an Entscheidungen aus dem europäischen Parlament und seinen Kommissionen gibt es nichts prinzipielles einzuwenden. Politik und seine Institutionen sollten immer skeptisch betrachtet werden.
Aus meiner Sicht fehlen jedoch seit vielen Jahren prominente Befürworter und Gestalter Europas, die in der Lage sind die grundsätzlichen Ideen Europas in die Öffentlichkeit zu tragen.
Die europäische Gemeinschaft wurde als friedenspolitsche Gemeinschaft gegründet. Die Gründer haben aus der Erfahrung des zweiten Weltkriegs die richtigen Schlüße gezogen, eine enge Gemeinschaft sollte zukünftige Kriege verhindern. Dies ist der wichtigste und heute immer noch gültige Grund für die europäische Gemeinschaft. Wir leben seit 1945 ohne Krieg zwischen den Staaten der EU.
Die EU sichert dauerhaft unseren Frieden.
Damit ist die EU aus meiner Sicht unverzichtbar und sollte sich auf diesem Hintergrund auch weiteren Ländern öffnen. Diesen Gedanken sollte man immer mitdenken, wenn man über die EU mault, über Griechenland schimpft oder über den Beitritt neuer Länder wie der Türkei streitet.
Alcide De Gasperi, einer der Mitgründer der europäischen Union hat es damals so formuliert:
„Zur Einigung Europas muss man womöglich mehr vernichten als aufbauen, nämlich eine Welt von Vorurteilen, eine Welt des Kleinmuts und des Grolls.“
Auch dieser Gedanke hat nach vielen Jahrzehnten nichts an Aktualität verloren.
P.S.:
Über den Untschied von „Europafeindlichkeit“ und „Europaskeptizismus“ gibt es aktuell einen sehr lesenswerten Artikel beim Spiegelfechter »
Nix gegen Europa, aber nen bissel viel Krruption, Gentechnik Befürworter und zu viel Macht. Leider ist aus dem Projekt eine Art Geldvernichtungsmaschine geworden. Zu undurchsichtig für den einzelnen EU-Bürger.
Das Unwohlsein der Kritiker im Stillen sollte die EU Administration ernst nehmen und aufarbeiten. Eine EU sollte für die Bürger arbeiten und nicht gegen sie.
Persönlich bin ich immer Europafreund gewesen, bisher. Die Kontrolle/Verständnis der EU durch den Bürger ist zu schwach, da reichen Wahlen allein nicht aus, sonst wird das System an sich selbst scheitern.