
(Troja/Türkei 1989)
Wenn diesertage in seichter Konversation die Sprache auf Themen wie die Menschenrechte in China oder deutsche Leitkultur kommt, hilft ein Verweis auf traditionelle deutsche Leitkultur. Schon lange vor Seehofers und Merkels Multikulti-Todeserklärung sprach Wilhelm II. in seiner berühmten Hunnenrede anlässlich der Boxeraufstände zu uns:
„Ihr wisst es wohl, ihr sollt fechten gegen einen verschlagenen, tapferen, gut bewaffneten, grausamen Feind. Kommt ihr an ihn, so wisst: Pardon wird nicht gegeben. Gefangene werden nicht gemacht. Führt eure Waffen so, dass auf tausend Jahre hinaus kein Chinese mehr es wagt, einen Deutschen nur scheel anzusehen.“
Lange vor den Türken und Arabern waren es die Chinesen, Franzosen, Serben, Polen, Russen, Juden(…), welche es zu bekämpfen galt. Die deutsche Leitkultur definierte sich bisher zu häufig entlang der Aversion gegen verschlagene und tückische Gegner fremder Herkunft. Die tradierte Verhaltensweise dazu war brutale millitärische Gewalt. Unter diesem Blickwinkel sollte man die Guttenbergsche Umwandlung der Bundeswehr in eine Berufsarmee einmal betrachten. Zumindest für einen Moment.
Mißtrauische Rückblicke in die Geschichte lohnen sich immer, wenn Politik und Medien „Gefahr“ melden – auch und grade, wenn sie als Druckerpatrone mit der Post zugestellt wird.
Zum Thema „Leitkultur“ sollte man bei Google „Deutsche sind“ eintippen. Die Vorschläge, die diese Suchmaschine anbietet, sind sehr interessant!
@Christian
Yep. Sehr lustig! Da steht jedenfalls nicht Deutsche sind…Dichter und Denker 🙂
Jetzt habe ich eine ganz neue Vorstellung vom Begriff “ Blitzableiter“.
Noch haben wir zum Glück keinen neuen Leithammel mit Bärtchen