Selten passte die Bezeichnung dieser Kategorie Kling Klang besser, als bei Andre Michélles Pulsate.
Die Idee ist sehr einfach: Klickt man mit der Maus auf die schwarze Fläche, entsteht ein wachsender Kreis. Klickt man ein zweites mal, entsteht ein weiterer Kreis. Sobald sich die Kreise berühren, ensteht ein Klang. Mehr Kreise, mehr Klänge. Einfach mal ausprobieren. Andre Michélles Arbeit ist übrigens Grundlage des Hobnox Audiotools.
Bevor ich mir jetzt gleich das südafrikanische Vuvuzela-Konzert gegen den Rest der Welt während des Deutschland Spiels anhöre und sehe, hab ich noch einen entspannten Track mit der Electribe und dem Kaossilator in meiner Küche gebastelt:
Und seit ich diesen Comic von ahoipolloi gesehen habe, denk ich immer öfter über Vuvuzelas und Peter Brötzmann nach:
So klang die Zukunft in der Wirtschaftwunderzeit. Untergang? Egal, trinken wir noch einen, wird schon nix passieren. Heute sind wir uns da nicht mehr so ganz sicher, ob der Weltuntergang noch so weit entfernt ist. Die Wirtschaft kollabiert vor sich hin, die Umwelt geht vor die Hunde und Ballack spielt nicht bei der WM.
Ich hab heute mal wieder mit der Electribe MX und dem Kaossilator Pro rumgespielt und dabei diesen Sound hier live in der Küche aufgenommen. Beim Abspeichern muss man sich ja einen Dateinamen ausdenken und da hab ich ohne nachzudenken “Am dreissigsten Mai” eingegeben, denn ein bischen klingt der Sound für mich so wie der 30. Mai heuer.
Wir kommen grade zurück von 4 Tagen Moers Festival. 4 Tage vollgepackt mit Musik hören und machen – und superviel neuem Input. Das hat ganz viel Spaß gemacht!
Hier ein paar Fotos, welche für mich die Farben, die Spielfreude und die Konzentriertheit der Musiker ganz schön zeigen:
Heute hab ich mal wieder bei bei Hobnox vorbeigeschaut und siehe da, die haben seit ein paar Tagen ein neues Instrument eingebaut: Einen virtuellen analogen Synthesizer namens Pulverisateur. Die ganze Anwendung heißt seit dem auch: Firestarter 1.0.
Die Hobnox-Audiotool Seite bietet inzwischen ein Vielzahl an Instrumenten und Effekten, die man beliebig miteinander verstöpseln und benutzen kann. Das ganze läuft einfach im Browser, ohne Installation! Geht auf www.audiotool.com, kann ich dringend empfehlen.
Ich hab z.B. grade eine Tonematrix als Tongeber für den Pulverisateur angeschlossen, das ganze durch einen Phaser laufen lassen, macht schon mal nen fetten schwebenden Bass! Dazu noch Drums durch den Pulverisateur gefiltert, ne zweite Tonematrix für eine kleine Melodie…das macht einfach ganz viel Spaß! Ich denke, mit etwas Zeit und Laune kann man damit inzwischen richtig Musik machen.
Roger Linn kennt auf irgendeine Weise jeder von euch. Seine Instrumente, speziell seine Drumcomputer werden weltweit von Musikern eingesetzt. Er hat z.B. den ersten samplebasierten Drum Computer entwickelt.
Derzeit entwickelt er das LinnStrument. Das Linnstrument ist möglicherweise der Kaaossilator, den ich mir wünschen würde.
Es wird ebenfalls über eine berührungsempfindliche Multitouch Oberfläche angesteuert und kann sogar auf Druck reagieren. Die All Fourth Stimmung lässt eine Spielweise ähnlich einer offenen Gitarrenstimmung zu. Ein sehr spannendes Gerät, über welches man hier noch mehr erfahren und in diesem Video einen ersten Eindruck gewinnen kann:
Wo wir bei Koselleck und Kunst sind, möchte ich hier natürlich auch das neue Album von meinem Freund Konrad Koselleck und seiner Big Band vorstellen und zum reinhören animieren.
Auf dem Album “My Favorites Sing!” hat Konrad, wie schon der Titel vermuten lässt, seine Lieblingssänger und Sängerinnen für die Aufnahmen gewinnen können. Neben den von mir favorisierten Sängerinnen Ellen ten Damme und Deborah J. Carter sind die ebenso fantastischen Claron McFadden, Edwin Rutten, Lydia van Dam, Esra Dalfidan, Mapi Quintana und Sven Ratzke zu hören.
Das Album kann und soll man hier bei Amazon erwerben, als CD oder zum Download und natürlich auch zum vorhören.
Und um einen Eindruck zu bekommen, hier noch ein Video von der Konrad Koselleck Big Band und der großartigen Deborah J. Carter mit ”Can´t by me love”:
Neben wählen gehen war an diesem Sonntag mal wieder Zeit, um Musik zu machen und den Kaossilator Pro auzuprobieren.
Löst man sich von dem Gedanken, das Gerät mit einem Tastatur-Synth zu vergleichen und lässt sich auf das Bedienungskonzept ein, eröffnen sich ganz neue klangliche Möglichkeiten. Zudem macht der Kaossilator Pro einfach sau viel Spaß!
Hier mal ein kleines Soundbeispiel. Die Drums und der Bass kommen aus einer Electribe Groovebox, die Schwurbeldrumherumsounds und Leadsounds aus dem Kaossilator Pro. Das Stück heisst Kaoss in the kitchen, weil’s am Küchentisch enstanden ist:
Zum 25jährigen Jubiläum von Blade Runner hat das australische Radioprogramm Ultima Thule eine sehr hörenswerte Retrospektive zu dem Soundtrack von Vangelis als Podcast veröffentlicht. Das sind 90 Minuten tolle Musik »
Ich hab das jetzt schon zweimal gehört und werde es bestimmt auch noch öfter hören.
Ultima Thule bietet übrigens seine Ambient-Sound-Sendung als MP3 und als Podcast für jeweils 8 Wochen hier zum Download an »
P.S.
Seit bestimmt 15 Jahren habe ich jetzt diesen Blade Runner-Font auf’m Rechner und nie verwendet. Endlich konnte ich den mal benutzen.
So schön die ganzen Elektromusikspielsachen sind, aber solche Videos erweichen mein Herz für stromlose Kleininstrumente: NajMeTender aus Singapore mit “Friday I’m in love” auf der Ukulele, Melodica und dem Mini-Metallophone:
Hier ein neues Video, welches die Möglichkeiten des Korg Monotron noch mal ganz gut veranschaulicht. Das Teil kann externe Signale verarbeiten und durch seine Filter laufen lassen! Fett, fett, fett!
Gestern hatten wir die Gelegenheit, einen Circuit Bending Workshop mit Stan Pete in der Villa MARTa in Herford mitzumachen.
Es geht dabei darum, alte elektronische Geräte und Kinderspielzeug aufzuschrauben, mit Fingern und Drähten gezielt Kurzschlüsse zu erzeugen und den Geräten dadurch völlig neue Klänge zu entlocken. An den passenden Stellen lötet man dann Schalter, Bodycontacts und Potis ein und hat ein feines neues Elektroknarz-Instrument.
Hier ein kleines Video, um einen Eindruck davon zu bekommen (erst der trockene Sound, dann mit etwas Kaoss-Beat):
Flohmärkte werden die Teilnehmer des Workshops nun vermutlich mit anderen Augen sehen. Da schlummern überall Instrumente…
Letzte Kommentare