Mrz 10

Diesertage lief auf ARTE die Dokumentation “Kaufen für den Müll”.

Der Film beschreibt, wie die Hersteller ihren Produkten ein Verfallsdatum mitgeben und warum Glühbirnen nach einigen Monaten kaputt gehen, ob wohl sie fast ewig halten könnten. Uns hingegen werden Energiesparlampen angedreht, die dann auch wieder kaputt gehen. So geht Öko heute.

Das ist für die meisten nichts Neues, es kommt mir bei diesem Thema einfach nur immer wieder die Galle hoch und jedes Mal, wenn es passiert, das mal wieder etwas kaputt geht, sollte man maulen. Dem Hersteller eine Mail schreiben, das Produkt im Internet anprangern, Freunden davon erzählen. Maulen ist mindestens ein Anfang.

Der Film geht 75 Minuten, die sind es aber wert!

Dez 15

Einer der hirnverbranntesten politischen Vorhaben der letzten Zeit steht vor dem Aus. Es gibt begründete Hoffnung auf eine Ablehnung des neuen JMstV – die Sendezeiten fürs Internet wird es hoffentlich nicht geben.

Falls das klappt, werd ich morgen einen noch entspannteren Tag verbringen und mir das hier auf die Ohren geben:

 

Vorne Weg sind übrigens nicht die Grünen gelaufen, sondern anscheinend die CDU, aus welchen Gründen auch immer. Die werden sich wahrscheinlich direkt was noch bekloppteres Ausdenken, da bin ich ganz sicher.

Bei der ganzen Chose hat übrigens unser Bielefelder Grünen-Abgeordneter Matthie Bolte keine gute Figur gemacht. Ich hatte ja die Hoffnung, das er ob seiner Jugend noch nicht so von der Droge Macht korrumpiert ist. Leider ist er voll drauf. Man sollte ihm noch öfter mal eine Mail schicken oder auf seinem Blog kommentieren, vielleicht ist da ja noch was zu machen, man darf doch so junge Süchtige nicht einfach so  aufgeben. (nixzen, übernehmen sie!).

Vielleicht sollten wir eine neue Grüne Partei gründen. Freiheit und Umweltschutz statt Gesundheits-Stalinismus. Die Grünen müssen gespalten werden! Das hat doch mit der SPD auch prima geklappt.

Okt 22

Wo darf ein Mann noch ein richtiger Mann sein?

Antwort: Im Rewe-Markt in Bielefeld-Babenhausen. Hier gibt es komprimiert in einem Regal alles, was einen richtigen Mann interessiert: Erotik, Motor, Sport. In dieser Reihenfolge:

Wem der ein oder andere Zeitschriften-Titel nicht geläufig ist, könnte eventuell Probleme mit der richtigen Einordnung zu den drei genannten Kategorieren haben.

Um Mißverständnisse für Unkundige auszuräumen:
Das Heft St.Pauli Nachrichten (links oben) ist kein Fußball-Magazin zum gleichnamigen FC. Hier knüpft man eher erotische Kontakte, wenn auch hier und da mit sportlichem Anspruch.

Neben den St.Pauli Nachrichten liegt dann die Zeitschrift Rute & Rolle. Nein, das ist wiederum kein Sado-Maso Magazin, es geht ums Angeln.

Weiterhin stammt das Magazin Palstek ebenfalls nicht aus der Kategorie Erotik. Es infomiert übers Segeln, nicht über Fesselspiele.

Da könnte man dann doch glatt aus den drei Überschriften eine machen:

P.S.:
Gibt es eigentlich eine Zeitschrift zum Thema Bier?

Sep 09

Die unsägliche Erika Steinbach verlässt den CDU Vorstand, Thilo Sarazzin tritt zurück, das kann gerne so weitergehen! Los, Merkel, Westerwelle - gebt euch einen Ruck. Alle zurücktreten und Neuwahlen ausrufen.

“Das wird man sich doch mal wünschen dürfen!”

Sep 04

Ich habe in den letzten Tagen mit vielen Leuten über die aktuelle Integrationsdebatte gesprochen.

Dabei zeigt sich deutlich, dass keine Integrationsmaßnahme wirklich geeignet ist um der Fremdenfeindlichkeit, welche sich derzeit Luft macht, die Grundlage zu entziehen. Fragt man genauer nach, dann geht es nicht um zu viel gezahlte Sozialhilfe oder erhöhte Kriminalität. Auch die angeblich mangelnde Intelligenz der Mitmenschen stört im Alltag niemand. Das sind vorgeschobene Pseudo-Rationalisierungen.

Dass “Unwohlsein” bezieht sich auf das Aussehen und auf die fremde Sprache, die man nicht versteht. Der Schaum vor dem Mund entsteht beim Beobachten von jungen Männern in BMW´s, aus welchen laute Musik ertönt. Auf Fußballfans, die nicht mit der deutschen Fahne feiern.

Fakt ist:
Nichts von dem ist in irgendeiner Weise tatsächlich bedrohlich – und nichts von dem lässt sich durch Integrationsmaßnahmen ändern.

Ich sehe da nur zwei Wege, um dieses “Unwohlsein” zu reduzieren:
Entweder unsere Migranten versuchen alles, um nicht mehr fremd auszusehen, sprechen in der Öffentlichkeit nur noch deutsch, fahren gefälligst kleinere Autos und hören dabei PUR…

oder:
Wir lernen mit unserer Fremdenfeindlichkeit umzugehen, interessieren uns für die Menschen, die hier Leben und fangen an zu verstehen, das man seine Herkunft nicht einfach abstreifen kann.

Deutschkurse sind in jedem Fall prima, aber zahlt den Leuten, die Deutsch als Fremdsprache unterrichten auch ein ordentliches Gehalt. Die werden nämlich trotz Studium auch nur mit Hungerlöhnen abgespeist.

Sep 01

[Kriegsminister G. vor Dönersalatbar in 3D © esgibtsie.de]

Da stellt sich ausgerechnet ein Bänker die Frage: Schafft Deutschland sich ab?

Ja und? Wenn schon? Das wird Milliarden von Menschen auf der Welt nicht im geringsten jucken, wenn in Frankfurt ein alter Sack Sack Reis umfällt.

Wer braucht Deutschland? Auf was bilden wir uns denn hier was ein? Auf Goethe und Schiller sollen wir Stolz sein? Auf schwurbelige Dichtkunst von vor 200 Jahren? Lächerlich. Um die westfälische Bratwurst wäre es vielleicht schade.

Wir sollten uns viel mehr Fragen: Schaffen die Bänker unsere gesellschaftlichen Normen ab? Schaffen die globalen Konzerne unsere Umwelt ab? Schafft die Gier unsere Menschlichkeit ab? Um Deutschland wird kein Hahn in Peking krähen.

Jul 25

Gestern haben ca. 400-500 Leute in Bielefeld demonstriert Musik gehört. Aber für was eigentlich?

Vorneweg ein dickes Lob an die Organisatoren für ihren Einsatz und die durchaus unterhaltsame Rede von Hendrik. Was ich jetzt schreibe, meine ich mit aller Selbstkritik.

1) Es sollte eine Demo sein, die sich für den Erhalt und die Erweiterung subkultureller Räume für junge Leute einsetzt. Vielleicht täuscht mich meine Wahrnehmung, aber eine recht große Zahl der Besucher waren  um die 40 +/- ein paar Jahre. Diese Kohorte hat ihre Jugend in den 80´ern verbracht. Wo waren die Horden wirklich junger Leute? Ach ja, seit dem 15.7.10 sind ja Schulferien in NRW.

2) Die einzigen größeren Fahnen hatte die grüne Jugend und die Jusos dabei. Hier ganz große Selbstkritik!

3) Konkret ging es um das Kamp und die Kündigung des Vertrages mit dem Kulturkombinat e.V. Das die Falken diesen Vertrag gekündigt haben und damit Verursacher dieser Situation sind, wurde nicht kritisiert. Da war die größte Dissonanz zwischen den Veranstaltern und den Demonstranten zu spüren. Die Leute sind gekommen, weil sie das Kamp behalten wollen. Hier besteht ein politischer Konflikt. Diesen Konflikt nicht zu benennen hat die Tragik der Demo ausgemacht.

3) Die Menge sollte von der Moderatorin angeleitet skandieren: “Wenn ihre unsere Clubs schliesst, tanzen wir in euren Vorgärten”. Häää? Das kann man nicht skandieren und das ist mal voll in die Hose gegangen. Der Satz ist inhaltlich Gaga und vom Versmaß her nicht Parolen geeignet.

4) Bei einer Demo 2 Stunden lang beim Mellow nett mit Musik beschallt zu werden und dann anschliessend einen kurzen Trauermarsch hinter Juso-Fahnen zu Elektroparadensound zum Jahnplatz abzuschreiten, damit kann ich mich nicht identifizieren und die Leute um mich herum waren darüber ebenfalls mehr als irritiert. Auch hier große Selbstkritik. Da brauchts Megafone, Trillerpfeifen, knackige Parolen und wie oben schon gesagt, große Fahnen/Banner.

Mir war das alles zu harmlos und unpolitisch, aber vielleicht ist diese Zeit ja so.

Fazit:
Eine weitere Demo nach dem 27.8. (Ende der Schulferien) könnte eventuell besser besucht sein.
Für eine Demo braucht man klare politische Aussagen und Forderungen.
Bei einer Demo braucht man große Banner und Fahnen, auf denen die Forderungen stehen.
Ein Demozug sollte durch die Innenstadt gehen, damit es auch ein paar Leute mitbekommen.
Elektroparadensound passt nicht zu einer Demo, sondern zu Paraden.

Musikalisch fand ich “The Von Duesz” sehr klasse, darum zum Schluß hier ein Video von der Combo:

Update:
Ein Video vom Trauermarsch gibt es beim NW-Blog und einen wirklich sehr lesenswerten Kommentar zum Thema Subkultur bei Gorgmorg.
Jul 23

Nicht vergessen: Am Samstag, den 24.7.2010 ab 17:00 Uhr findet die Demo der Initiative Bielefelder Subkultur statt. Startpunkt ist der Emil-Gross-Platz – das ist der Platz zwischen Mellow Gold, Moccaklatsch, Nichtschwimmer und der Bielefelder SPD Zentrale.

Jul 22

“The story of stuff” geht weiter und diesmal geht es um Körperpflege-Produkte. Annie Leonard und ihr Team erklären Dinge so einfach und klar – sie stellen die richtigen Fragen und scheuen sich nun auch nicht davor, Konzerne zu benennen und zu erklären, warum sie hochgiftige Stoffe verwenden dürfen. Unbedingt anschauen!

Jul 18

Dachte ich ein vorhin für ein paar Sekunden. Heute wehte diese regenbogenfarbene Fahne auf der Bielefelder Sparrenburg. Kurz hätte man ja mutmaßen können: “Attac hat die Regierung gestürzt!” Was für ein feiner Tag!

Aber durchs Fernrohr war der weiße “Pace” Schriftzug nicht zu sehen. Schade.

Meiner Erinnerung nach war es das erste Mal, das diese Fahne während des CSD’s in Bielefeld auf der Sparrenburg (und vor dem Rathaus) gehiesst wurde. Oder gab es das schon öfter?

Jul 16

Menschen entscheiden und schalten dauernd. Ganz oft ohne darüber nachzudenken, ohne direkte sinnliche Rückmeldung. Schalten und Entscheiden löst manchmal unangenehme Folgen ohne spürbare Reaktion für den Auslöser aus. Diese Schalter von Katrin Baumgarten sind ein ein sehr tolles Sinnbild dafür. Bitte baut diese Schalter in alle Konzern-Büros und Parteizentralen dieser Welt ein!

Jul 09

Vielleicht hat der ein oder andere von euch dieses Video in den letzten Tagen in einem der fantastilltriaden Blogs schon einmal gesehen. Dort wurde ihm überall ein ziemlich nerdiger Text als Untertitel untergeschoben.

Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, das Teil korrekt zu übersetzen, also bitteschön:

An dieser Stelle sei auf die Demo am 24.7.10 der Initiative Bielefelder Subkultur hingewiesen, auf deren Blog man Infos zum Verlauf findet »

Jul 09

Da ich ja liberale Ideen und freie Märkte zu 100% unterstütze, ist mir gestern der Gedanke gekommen, dass man auch das private Gesundheitswesen konsequent privat halten sollte.

Esgibtsie.de fordert daher:
Privatversicherte sollen in Zukunft nur noch in eigenen Privatkrankenhäusern und von Privatärzten behandelt werden.

Kassenpatienten bekommen ihre eigenen Krankenhäuser und Ärzte, in denen Privatversicherte nicht behandelt werden dürfen. Wir würden uns nie wieder aufregen müssen, das ein Privatversicherter einen Arzttermin sofort bekommt und beim gleichen Arzt ein Kassenpatient 8 Wochen auf einen Termin warten muss.

Ein Privatversicherten-Krankenhaus würde es dann vermutlich in Bielefeld nicht geben, dafür gäbe es hier nicht genug Privatversicherte. Die müssten dann z.B. nach Hannover oder ins Ruhrgebiet fahren.

Die Kassen-Krankenhäuser dürften nicht in privater Hand sein und müssten auch keine Traumrenditen abwerfen, die Privatkliniken hingegen müssten in privater Hand sein und mindestens die derzeitigen Gewinn abwerfen. Das würde die Beiträge für Privatversicherte auf ein angemessenes Maß erhöhen. Ob die Privatpatienten sich dann ein so umfassendes, lokales und bezahlbares Gesundheitssystem ohne die Kassenpatienten überhaupt leisten könnten?

Mal schauen, wie lange es dauern würde, bis die Privatpatienten in die gesetzliche Krankenkasse flüchten würden – und sorry, da würde ich die dann nicht mehr rein lassen. Teil euch eure Gewinne – und eure Kosten.

“Macht das mal unter euch privat aus!”

P.S.:
Einen sehr lesenswerten Artikel zu dem Thema gibt es von Jens Berger auf Telepolis »

Und wer auch vor schwerstem Verschwörungsstoff nicht zurückschreckt, kann sich diese Frontal21 Reportage von 2008 ja einmal anschauen. Ein spannendes Zitat daraus, von einem Korruptions-Spezialisten der Polizei: “Die Pharmaindustrie kann in Deutschland eigentlich machen, was sie will.”

Jun 26

Diese Video hier hab ich heute zum ersten mal bei Nerdcore gesehen. Sehr großartig! Es endet mit Günter Netzer, der da zu dem jungen Hajo Friedrichs sagt: “Ja, ich bin im Grunde genommen auch der Meinung, das mehr Farbe in die Stadien rein soll, das ist ein Service auch an die Zuschauer.”

Für eine buntere Welt :-)

Jun 23

Da in den letzten Tagen hier relativ viele Leute via Facebook landen, möchte ich noch mal auf dieses besondere Angebot hinweisen: Leuten, die mir ein Bildschirmfoto von ihrer Facebook-Abmeldung per mail schicken, gebe ich ein Bier in einer Bielefelder Kneipe ihrer Wahl aus!

Und nach eurer Abmeldung bei Facebook könnt ihr dann direkt an der Verfassungsbeschwerde vom FoeBuD e.V. gegen die Volkszählung 2011 teilnehmen »