Je mehr ich darüber lese, höre, sehe und nachdenke – umso unumgänglicher finde ich ein bedingungsloses Grundeinkommen. Hier ein kleiner Animationsfilm, der auf jedem Fall visuell toll gemacht ist und zudem die Idee warum wir ein Grundeinkommen benötigen sehr gut erklärt.
Vom 27.12-30.12.11 findet der 28. Congress des Chaos Computer Clubs (28C3) in Berlin statt.
Unter der Überschrift Behind enemy lines werden dort wieder viele relevante Themen wie Staatstrojaner, Funkzellenüberwachung, Copyrightkriege und Kontrolle von Netzinfrastrukturen besprochen.
Die Websites des CCC sind grade nicht mehr erreichbar, aber die Programm findet man gespiegelt auch hier: http://sb-web.bplaced.net/fahrplan
Die Vorträge werden live gestreamt und man kann sie durchgehend unter http://28c3.fem-net.de anschauen. Bei großem Andrang auf die Server kann es schon mal ruckelig werden, der .wmv-Stream tut es zur Zeit ganz gut.
Update:
Hier kann man die verpassten Vorträge auch noch mal nachschauen: http://28c3.ex23.de/
Ich habe grade einen sehr erhellenden Artikel übers beleidigt sein gelesen. Hier mal drei kurze Zitate aus dem Artikel: Das kann man so nicht stehen lassen in der Berliner Zeitung von Malte Welding:
“Beleidigtsein ist das neue Schwarz. Jeder ist jederzeit bereit, beleidigt zu sein. Wie kommt das?”
“Es reicht nicht, dass der Beleidigte die Wahrheit kennt, alle sollen sie anerkennen. Anders als sein großer böser Bruder, der Fanatiker, zündet er deshalb keine Gebäude an, aber manchmal sprengt er Parties.”
“Vielleicht aber ist das Beleidigtsein auch Ausdruck eines Phantomschmerzes. Dort, wo früher die Ehre saß, sitzt heute bloß noch das Rechthabzentrum.”
Puuh, ich hab schon oft Leute kritisiert und beleidigt und ich selber bins auch gerne mal. Gottseindank meist nicht so lange. Mir hilft da regelmäßig der Gedanke, das der andere gar nichts böses von mir wollte, sondern sich selber gut fühlen will. Das kann man ja verstehen. Jeder will sich gut fühlen. Dann wird das eigene beleidigt sein wieder kleiner und verschwindet irgendwann. Pöff.
Eine Meinung, einen Geschmack, eine Haltung, einen Sprachcodex, eine Ernährungslehre – all das kann man mir ja sowieso nicht aufzwingen. It’s a free country! I’m a free man! Warum also beleidigt sein?
Der Autor Malte Welding zitiert dazu Maxim Biller: “Wer beleidigt ist, kann den anderen anklagen, wer anklagen kann, ist im Vorteil.”
Über die FDP geht ja schon seit einer Weile der Witz rum, das dies “Fast Drei Prozent” bedeutet. Den Witz haben sie heute in Mecklenburg-Vorpommern eindrucksvoll verwirklicht.
Marktradikale Ideen haben derzeit noch die Hoheit, aber in der öffentlichen Meinung und in Wahlen weht bisweilen ein neuer Wind. Selbst die Zeit hatte heute einen sehr lesenswerten Artikel, der die entfesselten Märkte als Bedrohung für die Demokratie einordnet.
Leider gibt es bisher keine überzeugenden Konzepte, wie es denn in Zukunft besser gehen könnte. Anarchie? Sozialismus? Nationalismus? Das sind die ideologischen Konzepte des letzten Jahrhunderts. Wir sollten jetzt nicht den Rechten und Linken Konservativen die Diskussion überlassen. Die argumentieren aus Angst um ihre Pfründe, wollen weiter an der Macht bleiben und orientieren sich vermutlich in beiden Lagern eher an China als an einer freien Gesellschaft.
Wir müssen alle wieder viel mehr über Politik reden, streiten und uns eine neue Zukunft ausdenken. Wahlbeteiligungen um die 50% zeigen, das eine reine Parteiendemokratie nicht mehr ausreicht und das der Kapitalismus in seiner derzeitigen Ausprägung keine Zukunft hat. Wir benötigen neue Ideen von gesellschaftlicher Beteiligung und Experimentierfreude im Sinne von Volksabstimmungen und Grundeinkommen, damit dies eine freie und demokratische Gesellschaft bleibt und eine Bessere wird. Was wir am wenigsten brauchen ist konservative Angst.
Sowohl am Heiligabend als auch an Silvester 2011 sind in Bielefeld Nazi-Demos angekündigt worden.
Da halten wir es ja in Bielefeld mit Spock. We are not impressed. Wir sind dann halt auch da. Und ihr könnt euch gerne noch mal unseren Bahnhof anschauen. Euch hat keiner lieb. Euch wird Niemand küssen, Niemand zu Hause vermissen. Ihr werdet Niemanden beeindrucken. Nicht in diesem Bielefeld.
“Einen rechten Aufmarsch wird es in diesem Bielefeld nicht geben.”
Mit diesem Satz der Polizei-Einsatzleitung endete heute die Demo gegen ca. 150 Nazis (laut NW-news), die unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren mussten.
Ein schöner Satz. Danke Bielefeld, danke an die Polizei.
Während bei uns Schwankungen von Lebensmittelpreisen nur gering ins Gewicht fallen, da deren Anteil an unseren Ausgaben eher klein ist, wirken sich Preisspitzen in Entwicklungs – und Schwellenländern katastrophal aus.
Das die hohen Preise von Nahrungsmitteln nicht nur auf Schwankungen im Dollarkurs, Mißernten oder Biosprit zurückzuführen sind, wird in diesem Film sehr anschaulich erklärt.
Ein ursprünglich gut gemachter Mechanismus, der Handel mit Futures, der einst zur Stabilisierung der Märkte und der Preise diente, wurde durch Marktöffnung zum Spekulationsobjekt und bewirkt nun das genaue Gegenteil.
Ich habe grade eine Box repariert. Durch reines auf- und wieder zuschrauben. Die Box hatte so ein Kratzen bei bestimmten Frequenzen, das ist jetzt weg! Aufschrauben, reinsehen, wieder zuschrauben. Wenn doch alles im Leben so einfach zu reparieren wäre.
Ja, ich weiß, diese Finanztransaktionssteuer wird schon lange (seit 1972) unter dem Begriff Tobin-Steuer diskutiert und sie wird vermutlich bis zum Untergang des Kapitalismus nicht kommen, aber die Idee ist gut! Nicht nur, das ne ganze Menge Kohle reinkommen würde, sondern auch ultrakurze Spekulationsgeschäfte würden unattraktiver.
Hach, endlich mal wieder ein Philosoph, der mir gefällt, der Robert Pfaller.
“Die Sinnfrage stelle ich bewusst nicht. Unsere vornehmste Aufgabe ist es zu leben.”
“Wir mäßigen uns maßlos.”
“Wir sollten nicht den Tod fürchten, sondern das schlechte Leben.”
Wer nach sympathischer Anregung zum Nachdenken sucht, etwas über den Zusammenhang zwischen Privatisierung von Fernsehen und Rauchverboten erfahren möchte, dem sei dieser Denker anempfohlen.
Hier gibt es ein sehr hörenswertes Radiointerview mit ihm über sein Buch “Wofür es sich zu Leben lohnt” (sowieso wegen des österreichischen Akzents!) von Radio Bremen und ein aktuelles Interview im Spiegel »
Die Forderung nach einer Tierhelmpflicht zeigt seine Wirkungen!
Erste Arten lassen sich bereits freiwillig einen Helm wachsen »

Wie schon angekündigt wird esgibtsie.de für die Tierhelmpflicht kämpfen. Sobald man die Augen für dieses Thema geöffnet hat, findet man überall Mitstreiter und aus den zahlreichen Zuschriften entnehme ich, das uns auch bei diesem Thema unsere Freunde in den USA meilenweit vorraus sind.
Dort werden diese farbenfrohen Dog|Pet Bike Helmets längst produziert und vertrieben »

Verbote, Pflichten, Auflagen ->Haben auch ihr Gutes.
Je höher die Wahlergebnisse der Grünen ausfallen, um so mehr werden wir uns mit der Einschränkungen unser Freiheit Rettung des Planeten abfinden beschäftigen müssen. Aber warum nur wir? Denkt denn keiner an die armen Tiere??
Esgibtsie.de fordert daher:
Schluss mit der ausschliesslichen Gängelung dem egoistischen Schutz von Menschen!
Auch Tiere sind ein Teil der Gesellschaft!
Jährlich müssen zehntausende von Tieren im Haushalt und Strassenverkehr ihr Leben lassen. Mit einem guten Schutzhelm würde das nicht passieren. Nur mit guten Schutzhelmen haben unsere Tiere eine Chance. DIE EUROPAWEITE TIERHELMPFLICHT rettet LEBEN!
Laut einer Studie von esgibtsie.de mögen Tiere Schutzhelme und wollen sich nicht länger den Gefahren der Menschenwelt ohne die tollen neuen Helme aussetzen.
Darum macht mit bei der Aktion: Tierhelmpflicht JETZT!


Über Europa und die EU rummaulen kann jeder, tut auch fast jeder. In Finnland haben die “wahren Finnen” damit grade erstaunliche Wahlergebnisse eingefahren.
Nun, gegen Kritik an Entscheidungen aus dem europäischen Parlament und seinen Kommissionen gibt es nichts prinzipielles einzuwenden. Politik und seine Institutionen sollten immer skeptisch betrachtet werden.
Aus meiner Sicht fehlen jedoch seit vielen Jahren prominente Befürworter und Gestalter Europas, die in der Lage sind die grundsätzlichen Ideen Europas in die Öffentlichkeit zu tragen.
Die europäische Gemeinschaft wurde als friedenspolitsche Gemeinschaft gegründet. Die Gründer haben aus der Erfahrung des zweiten Weltkriegs die richtigen Schlüße gezogen, eine enge Gemeinschaft sollte zukünftige Kriege verhindern. Dies ist der wichtigste und heute immer noch gültige Grund für die europäische Gemeinschaft. Wir leben seit 1945 ohne Krieg zwischen den Staaten der EU.
Die EU sichert dauerhaft unseren Frieden.
Damit ist die EU aus meiner Sicht unverzichtbar und sollte sich auf diesem Hintergrund auch weiteren Ländern öffnen. Diesen Gedanken sollte man immer mitdenken, wenn man über die EU mault, über Griechenland schimpft oder über den Beitritt neuer Länder wie der Türkei streitet.
Alcide De Gasperi, einer der Mitgründer der europäischen Union hat es damals so formuliert:
„Zur Einigung Europas muss man womöglich mehr vernichten als aufbauen, nämlich eine Welt von Vorurteilen, eine Welt des Kleinmuts und des Grolls.“
Auch dieser Gedanke hat nach vielen Jahrzehnten nichts an Aktualität verloren.
P.S.:
Über den Untschied von “Europafeindlichkeit” und “Europaskeptizismus” gibt es aktuell einen sehr lesenswerten Artikel beim Spiegelfechter »
Heute, am 14.03.11 findet auch in Bielefeld um 18:00 Uhr am Jahnplatz eine Mahnwache gegen Atomkraft statt. Weitersagen! Hinkommen!



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